Liebe Regierung,

vorneweg sei gesagt, dass ich die Maßnahmen, die im März gesetzt wurden, als erkannt wurde, dass eine bisher unbekannte Mutation eines Sars Virus weltweit sein Unwesen treibt und niemand so richtig weiß, welche langfristigen Auswirkungen dieser haben wird, sowie welchen Schaden er anrichten kann, für richtig hielt.

Es war mir durchaus bewusst, wie dem Großteil der Bürger ebenso, dass alles Unbekannte, das Menschenleben kostet, zurecht zunächst mit Vorsicht zu genießen ist und ausreichend Zeit für Erforschung benötigt und genau aus diesem Grund hielt ich mich, sowie Millionen andere Bürger, für so lange Zeit an die Maßnahmen und Ihre Empfehlungen.

Wir sind füreinander da, das stand für uns Bürger auch nie zur Debatte.

Dennoch wird eine innere Stimme immer lauter, eine Stimme, die klare Fragen stellt.

Wenn wir nun wissen, dass der Virus hauptsächlich für Menschen ab 60 Jahren, sowie Risikopatienten am gefährlichsten ist, warum sorgen wir nicht für deren Sicherheit, indem wir die junge Generation wieder zurück in die Arbeit schicken, die Kinder wieder dorthin lassen, wo sie hingehören, auf Spielplätze und in die Schulen und Kindergärten, und entlasten damit all jene, die zwar nicht auf den Virus mit ihrem Ableben reagieren, vielmehr jedoch mit ihrem seelischen und wirtschaftlichen Wohle. Denn auch davon profitieren Menschen aller Altersgruppen.

Wenn die ältere Generation, sowie die Risikopatienten sich anstellte von allen, weiterhin strikt an die Maßnahmen halten und die jüngere Generation sich an Hygienemassnahmen hält, dann sollte es doch möglich sein, dem Leben, das wir bisher kannten, wieder mehr Atem einzuhauchen und gleichzeitig unsere gefährdeten Mitbürger zu schützen?

Wenn wir dafür Sorge tragen, dass wir weiterhin achtsam miteinander umgehen, dann ist selbstverständlich jedes Leben kostbar und wichtig, doch darf über viele Monate hinweg, ethisch und moralisch bedingt, auch das seelische und wirtschaftliche Wohl aller Beteiligten nicht aus den Augen verloren werden.

Denn wir alle sind Betroffene.

Nicht nur jene, die Corona positiv getestet wurden, sondern auch all jene, die wochenlang ihre Häuser nicht verließen, rund um die Uhr ihre Kinder betreuen und parallel dazu noch irgendwie finanziell versuchen über die Runden zu kommen.

Es wurde so viel Angst in der Presse mit teilweise überzogenen Aussagen geschürt wie beispielsweise:“Bald wird jeder von Ihnen jemanden kennen, der an Covid-19 verstorben ist.“ dass die Bevölkerung enorm verängstigt und verunsichert wurde.

Zur Folge hatte all das, einen Anstieg um 1/3 mehr häuslicher Gewalt, einen deutlichen Anstieg an Strafanzeigen, einen deutlichen Anstieg an Menschen, die die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen müssen, eine erhöhte Rate der Suizide, deutlich steigende Zahlen an depressiven Menschen und Menschen mit Neurosen und Angststörungen, sowie zahlreiche Unternehmen, die schließen müssen.

Die Bevölkerung reagiert, wie Menschen im Schock und in der Beschränkung nun mal reagieren.

Sie ängstigen sich, sie ziehen sich zurück oder attackieren einander oder die Politik mit verbalen Ausuferungen oder banalen Fragen, vor denen sie sich zu stellen, ängstigen.

Je länger diese Fragen unbeantwortet bleiben und je länger die Bürger hingehalten werden oder gar mit mangelnden und verängstigenden Informationen versorgt werden, umso unangenehmer wird es für alle Beteiligten.

Denn eines ist sicher: Selbst wenn ein Rudel Wölfe zu lange gefangen gehalten wird, das bisher sehr gut miteinander auskam, findet auch dieses in Windeseile heraus, wer die Schwächsten im Rudel sind und versucht diese zu unterdrücken.

Ich sehe sehr viel mehr Angst und Hass unter der Bevölkerung, als zuvor. Das kann und darf niemals in Ihrem Sinn sein.

Die braven Bürger des Landes brauchen mehr als nur klatschende Menschen auf Balkonen. Die bisher so einsichtigen Bürger brauchen Klarheit und vor allem, Taten.

Die fleißigen UnternehmerInnen und Bürgerinnen dieses Landes die dafür Sorge tragen, dass die Wirtschaft läuft, müssen nun die Füße still halten und Einsicht über viele Monate haben? Das kann und wird nicht lange haltbar sein.

Müssen sie tatsächlich dabei zusehen, wie ihr Lebenswerk und alles, was sie sich erschaffen haben, langsam aber sicher den Bach runter geht?

Die Künstler und Künstlerinnen dieses Landes, die auch Sie während Ihrer wohl verdienten Freizeit auf den Bühnen der Theater und Konzerthallen unterhalten haben, wissen nicht, wovon sie ihre Miete zahlen sollen, ist das der Dank für Jahrzehnte langes Kulturgut und niveauvolle Unterhaltung?

Kinder kommen nicht an eines der höchsten und zu schützenden Güter, wie Bildung heran, weil ihre Eltern sich kein Tablet leisten können oder ihnen schlichtweg mit den Hausaufgaben nicht weiter helfen können?

Kinder werden zunehmend häuslicher Gewalt ausgesetzt, weil Eltern maßlos überfordert sind und keine ausreichende Unterstützung oder Entlastung erhalten.

Wie lange wird noch in Kauf genommen, dass eine der größten Bildungsrückstände und Traumata der Geschichte dieses Jahrtausends passiert?

Psychotherapeuten sollen Menschen mit Neurosen und Ängsten mit Masken therapieren?

Das ist, als würde man einen Nichtschwimmer ins tiefe Becken schubsen und sagen: Schwimm!

Bitte unterstützen Sie jetzt diese Menschen, ihre Bürger mit sichtbaren Taten.

Sorgen Sie dafür, dass rasch, konkrete Konzepte entwickelt werden, die unseren Bürgern wieder eine Perspektive geben, von der sie leben können.

Die Zeit der Floskeln und Versprechen sollte enden und die Zeit der Taten für alle beginnen, denn die bisherigen Hilfspakete sind nur ein Anfang, aber sie reichen bei Weitem nicht aus und viel zu viele Anträge wurden abgelehnt.

Ich bin selbstverständlich dankbar darüber in einem Land wie diesem zu leben und ich wertschätze ihr unermüdliches Tun sehr.

Aber auch jenes, der Bürger und deshalb sollte nun der Zeitpunkt erreicht sein, dem Volk und seinen Ideen, Gedanken und auch Bitten zuzuhören.

1, Subventionieren Sie auch KleinunternehmerInnen und junge Start Ups

2, erhöhen Sie das Kurzarbeitergeld

3, zahlen sie bedingungsloses Grundeinkommen aus

4, zahlen sie Elterngeld aus für alle Eltern die ihre Kinder unterrichten und im Home Office arbeiten

5, Heben Sie die Schulpflicht auf, wandeln sie diesen in Unterrichtspflicht für diese Zeit um und sorgen sie dafür, dass Unterricht stattfinden kann.
Konkret bedeutet dies, dass jedes Elternhaus pro Kind ein Tablet erhält und frei wählen kann, ob es zur Schule geht oder von zu Hause unterrichtet wird (Stichwort Risikopatienten)

6, öffnen sie die Kitas und belohnen Sie Eltern finanziell, die ihre Kinder weiterhin zu Hause betreuen können.

7, Sprechen sie nicht von einer Impflicht, diese verängstigt zu viele Menschen, vertrauen sie den Bürgern ihres Landes. Wie sie sehen, sind wir sehr vernünftig und die meisten wissen, was wir tun.

8, Sorgen sie dafür, dass Angehörige von Pflegeheimen ausreichend Schutzkleidung bekommen, um ihre Verwandten beim letzten Lebensweg in Würde begleiten zu können.
Kein Mensch hat es verdient, alleine oder unter Fremden zu sterben.

9, Subventionieren Sie Hotels, kleinere Betriebe, Gastronomien, Theater und Kulturbetriebe, indem sie eventuell weniger Geld in den Rüstungsaufbau stecken.

10, versorgen Sie uns mit investigativen Journalismus und würdigen Sie weiterhin die Freiheit der Meinung

Lassen Sie uns nicht endlos lange im trockenen Schwimmen.

Vielen Dank

Ihre Wähler und Wählerinnen,
Bürger und Bürgerinnen,
Ihre Mitmenschen