Der Erkenntnishumus wird Pflanzen wachsen lassen, die neue Früchte tragen werden.

Selbst in der grössten Not, wird er sie wachsen lassen.

Nun, hoffen wir es. Sagen viele.

Doch Früchte wird es immer geben.

Ob wir auf sie warten, oder nicht.

Sie wachsen. Denn es ist ihre Bestimmung, dies zu tun.

Neue Früchte oder alte Früchte, die neu schmecken…

Sie werden wachsen, auf neuem Boden. Denn es ist auch ihre Bestimmung, zu gedeihen, selbst, wenn die Nacht so dunkel ist, dass man den Morgen beginnt zu vergessen. ..

Sie werden andere Namen tragen. Ja.

Sie werden anders schmecken und wir alle werden uns fragen, ob es wirklich geniessbar sein wird

Vielleicht wird alles wieder etwas langsamer,
ruhiger und besinnlicher. Neu und doch irgendwie so alt, wie alles lange zuvor…

Vielleicht werden die Früchte solidarischer, mitmenschlicher und etwas empathischer.

Vermutlich schmecken sie auch vielen nicht und die alten werden vermisst, herbei gesehnt und betrauert.

Früchte, die uns abgelenkt hatten, von allem, was wirklich zählte, ja sie werden schmerzhaft zurück gelassen. Jene Früchte, die wir alleine verspeisten…ohne Geleit, werden uns nun dazu einladen, Gerichte zu zaubern, die so lange vermisst wurden

Und andere werden sich daran laben können…endlich wieder…

Womöglich lechzten viele danach, endlich wieder mal neu erdenken zu dürfen, welche Frucht sie pflanzen und welche sie besser beiseite legen

Wenn wir wieder zu jenen blicken, die lange unter Deckmäntel verborgen lagen, wird die Tafel wieder lebendiger

Künstler, Alte, Schwache, Starke, Seelsorger und all jene, die wir sahen, aber nicht kannten…

Er wird sich zeigen, Freunde. Wir alle haben Hunger. Wählen wir gewissenhaft von welchen Früchten wir speisen….die, die keinen Nutzen mehr haben, sollten zum Humus der Erkenntnis werden…

Doch eines ist gewiss.

Wir müssen auch das Gute erwarten…

Denn irgendwann bricht der Morgen wieder heran und der Humus der Erkenntnis lässt sie wachsen…. die Früchte, die uns das Leben danach neu definieren lassen.